DnD 5E: Warum so viel Rundengesuche?

Allgemeine Diskussionen zu Rollenspielen, sei es so banal wie Verhaltensregeln bis zu hin zu übergreifenden Spielkonzepten.
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Kalgani
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DnD 5E: Warum so viel Rundengesuche?

Ungelesener Beitrag von Kalgani » 25. September 2019, 22:20

Moin,

mich interessiert mal warum es hier im Forum so viele 5E Rundengesuche gibt.
Für mich als "alten Hasen" ist das so ziemich die langweiligste und interpretationswütigste Verion von DnD überhaupt.

Monster? Langweilig
Char? eventuell nicht langwelig, aber doch nicht spannend genug.

Also raus mit der Sprache warum wollt ihr alle 5E spielen?!?

Ist es einfach der "hot shit"?
Findet man am einfachsten Gruppen?
Macht es euch wirklich Spaß?

Ich selber habe 2? Jahre bis Level 11? 5E gespielt, bin nie damit warm geworden.
Spiele DnD seit ADnD 1st.

Bin ehrlich interessiert, daher würde mich eure Antworten brennend interessieren.
Auch was ihr 5E Spieler sonst noch gespielt habt.

Grüße,
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Re: DnD 5E: Warum so viel Rundengesuche?

Ungelesener Beitrag von Mic » 26. September 2019, 09:19

Wir waren zum Schluss sogar lvl 15, wenn ich mich recht erinnere. Grund würde mich allerdings auch interessieren. 5E ist meiner Meinung nach die mit Abstand langweiligste D&D Version. Im Prinzip kann einem nichts was auch nur annähernd für den Level geeignet wäre wirklich gefährlich werden.
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Re: DnD 5E: Warum so viel Rundengesuche?

Ungelesener Beitrag von Tudor the Traveller » 26. September 2019, 09:25

Ich denke, ihr macht die 5e schlechter als sie ist. Sie zieht vor allem Einsteiger an, wie man sieht. Und die schlechte Einsteigerfreundlichkeit ist ja bei vielen Systemen immer wieder kritisiert worden.
Für unsere Runde war sie halt nicht passend, aber sooo schlecht war sie dann auch wieder nicht, sonst hätten wir sie nicht so lange gespielt...
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Re: DnD 5E: Warum so viel Rundengesuche?

Ungelesener Beitrag von Kalgani » 26. September 2019, 11:19

Doch sie war so schlecht, allein die Regeldiskussionen jeden Abend weil alles so ungenau formuliert wurde.
Warum wir die solange gepielt haben, weil wir kein Pathfinder und auch kein Savage Worlds mehr wollten.

Außerdem hatten wir gehofft das die Langeweile die das System produziert mit höheren Leveln bessern werden würde,
dem war ja leider aber nicht so. War auch ein lang ausgelegter Systemtest.

Der Hautpgrund war wohl eher die interessante Story und unsere Unlust schon wieder ein anderes Sys zu testen.
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Re: DnD 5E: Warum so viel Rundengesuche?

Ungelesener Beitrag von RainerF » 26. September 2019, 15:41

Hi, ich klinke mich mal in die Diskussion ein ...
Ich frage mich, welche DnD Version denn besser sein soll - außer AD&D 1e, die ist für mich immer noch #1! Leider war das Nachschlagen in den diversen Tabellen etwas nervig.
In D&D 5e ist das Problem dank des D20 Systems gelöst.
Was mir an D&D 5e nicht so gefällt, ist der viel zu schnelle Levelaufstieg und die Feats (sind aber nur optionale Regel) und zahlreichen Sonderfeatures beim Levelaufstieg...

Grüße
Rainer

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Re: DnD 5E: Warum so viel Rundengesuche?

Ungelesener Beitrag von Kalgani » 26. September 2019, 17:55

Welche anderen DnD-artigen System hast Du denn noch betrachet?
Also solche die nach der 4E raus kamen.
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Re: DnD 5E: Warum so viel Rundengesuche?

Ungelesener Beitrag von RainerF » 26. September 2019, 22:47

Du meinst damit wahrscheinlich Pathfinder - habe ich nie gespielt, aber in das Regelbuch mehrfach rein gelesen.
Riesig ist der Unterschied zwischen Pathfinder und Dnd 5e nicht. Pathfinder hat wohl ein komplexeres Skillsystem und mehr "Sonderreglen". Ich glaube nicht, dass ich das bei DnD 5e vermisse.

Ich habe von 1984 bis 1992 viel gespielt und bin jetzt seit gut einem halben Jahr wieder dabei. Ich bin also ohne Skills und Specials groß geworden. Ich mag lieber Low-Fantasy, wo Magie noch was seltenes und besonderes ist und wo die Fantasywelt nicht zu sehr übernatürlich ist.
Ich habe DnD 5e gewählt, weil ich mir zunächst das neuste System anschauen wollte - und nach dem Lesen hatte ich Lust es auszuprobieren....
Jetzt nach 6 Monaten finde ich das System gut (obwohl ich einige Änderungen bei der nächsten Runde vornehmen werde) und sehe zunächst keinen Grund zu wechseln.
Es stören mich manche Sonderfeatures der Charakterklassen beim Lvl-Aufstieg und die Feats, die dann aus heiterem Himmel fallen können ...
Ich mag, dass man bei DnD 5e das Abenteuer zügig durchspielen kann, ohne komplexere Regel für irgendwelche Aktionen / Manöver.

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Re: DnD 5E: Warum so viel Rundengesuche?

Ungelesener Beitrag von Kalgani » 26. September 2019, 23:10

Ok ohne das jetzt böse zu meinen, Du hast dich für 5E entschieden weil es das naheliegenste war.
Nicht weil Du für dich einen "System-Shootout" gemacht hast.

Kann ich vollkommen nachvollziehen, sowas ist auch echt anstrengend.
Wir machen das gerade seit ca. 3 Jahren :?

Sind denn stark DnD-eske System wie Numenera oder 13th Age bekannt?
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Re: DnD 5E: Warum so viel Rundengesuche?

Ungelesener Beitrag von Tudor the Traveller » 26. September 2019, 23:36

Kalgani hat geschrieben:
26. September 2019, 23:10
Wir machen das gerade seit ca. 3 Jahren :?
Länger...
Wir sind von Pathfinder weg, weil es ab mittleren Leveln zu komplex wird.
Wir sind von Savage Worlds weg, weil es zu undifferenziert ist und man im Kampf zu oft lahmgelegt wird.
Wir sind von D&D5 weg, weil die Regeln unpräzise formuliert und die Kämpfe langweilig sind.
Wir haben GURPS im Ansatz gecancelt, weil per se zu kompliziert und kleinteilig.
Wir haben aktuell D&D4 und 13th Age. Ersteres deutet sich an, ab mittleren Leveln ähnliche Probleme wie Pathfinder zu haben. Letzteres ist tendenziell zu simpel und undefiniert...
Bleiben noch Shadow of the Demon Lord und AGE in der Pipeline. Oldschool (OSR) ist uns zu langweilig, DSA ist schlimmer als GURPS, FATE und Co ist sehr weit weg von unseren Spielstil... 🙂

Die 5e ist halt irgendwie ein Mittelding aus AD&D und 3.x und sammelt dadurch viele Spieler ein. Ist aber auch für keinen richtig perfekt. Sozusagen der große Kompromiß zwischen den Editionen.
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Re: DnD 5E: Warum so viel Rundengesuche?

Ungelesener Beitrag von RainerF » 27. September 2019, 21:03

Ich glaube Ihr habt das Problem, dass Ihr schon viele Spielstunden auf dem Buckel habt....dann wird's schwieriger....
Habt Ihr mal Runequest gespielt ? Ist vom System her ganz anders, ohne Levels und mit konstanten Lebenspunkten. Man muss da ganz anders spielen, vorsichtiger... Hatte mir damals eine Zeit lang ziemlich Spaß gemacht.

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Re: DnD 5E: Warum so viel Rundengesuche?

Ungelesener Beitrag von Kero » 29. September 2019, 18:02

Ich würde der neuen 2. Pathfinder-Edition eine Chance geben. Ich finde die haben da vieles verbessert und entschlackt, was bei Pathfinder 1 gerade in den letzten Jahren exzessiv aufgebauscht war. Wenn man sich einmal an die auf den ersten Blick manchmal seltsamen Regeländerungen (und die auf den ersten Blick sehr eigenwillige, aber eigentlich logische) Charaktererstellung gewöhnt hat, spielt es sich überraschend flüssig und umkompliziert. Insgesamt gut durchdachte Neuauflage, finde ich. Klar, Feats und Sonderfähigkeiten der Charakterklassen gibt's immer noch, wer ganz old-school zu D&D 1ed zurückmöchte, wird wahrscheinlich gar nichts brauchbares finden... :).

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Re: DnD 5E: Warum so viel Rundengesuche?

Ungelesener Beitrag von Kalgani » 29. September 2019, 21:09

Frage leider nicht beantwortet, Kero.

Es geht darum warum man _5E Runden sucht_,
nicht warum X oder Y auch eine Chance geben würde.
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Re: DnD 5E: Warum so viel Rundengesuche?

Ungelesener Beitrag von derZwerg » 04. Oktober 2019, 14:42

Mir schien es am leichtesten für 5e ne Gruppe zu finden da es ja viele entsprechende Gesuche gab. Außerdem wollte ich wissen was sich seit dem letzten mal (AD&D) so getan hat...

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Re: DnD 5E: Warum so viel Rundengesuche?

Ungelesener Beitrag von AggroJordan » 05. November 2019, 23:28

Ok, ich glaube ich bin da in einer ganz guten Position zu antworten,wenn auch etwas spät.

Ich hab hier vor einem Jahr als kompletter Anfänger meine runde gefunden und wir spielen seitdem regelmäßig und ich habe seitdem meine eigene runde als SL, die mittlerweile bei Session 13 ist.
Seitdem bin ich zwar an vielen Stellen und beim rein-nerden ins Hobby auf andere Systeme gestoßen, aber bisher bei 5e geblieben.

Ich kam dazu weil ich die Freiheit und simplizität großartig fand, die mir geboten wird. Niemand hatte jemals Probleme mit THAC0, 1000 regeln zu Umständen wie high ground, Cover abgelenkt etc. Einfach straight forward anfangen zu zocken. Supergeil.

Ich kann immer noch bei Bedarf die regeln selber nachschärfen und weitere Sachen dazupacken, aber als SL kann ich das eben selber entscheiden. Feats? Find ich killen die Spannung. Raus! Resurrection spell ist zu krass? Mach ne skill challenge draus! Die Umstände sind schwierig? Sag deinem Spieler er bekommt einen Malus von XY deswegen.
Dafür brauche ich keine regeln, sondern einen Sinn für Gewichtung und Gerechtigkeit. ich will einen Spielfluss haben und Abenteuer erleben. feats oder eine Tabelle mit situativen Boni und Mali machen es unnötig komplex. Aber ne Skill challenge bei Resurrection macht Bock und erhöht die spannung.

Wenn ich Story based spielen will und nicht ständig nachschlagen will ist 5e einfach geil. Das einzige Problem ist, die Spieler müssen das mitmachen. Der SL hat erstmal das sagen. Ein Kommentar ist cool, wenn der dann nichts ander kann man hinten raus Gerne für die Zukunft Sachen ändern. Mit diesem Konsens macht 5e das spielen einfach und zugänglich.

Das ist für mich der Grund warum ich bisher bei dabei geblieben bin.

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Re: DnD 5E: Warum so viel Rundengesuche?

Ungelesener Beitrag von Kalgani » 06. November 2019, 10:40

Wie bekommt man das hin 5E ohne Nachschlagen zu spielen?
Findet ihr die Monster _nicht_ langweilig?

Für mich hört es sich auch so an als ob du mit viel "Handwedeln" spielst.
Das passt zumindest zur 5E...

Könntest Du eventuell noch genauer erklären wie Feats bei dir die Spannung "killen"?

Vielen Dank für das Feedback.
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Re: DnD 5E: Warum so viel Rundengesuche?

Ungelesener Beitrag von AggroJordan » 06. November 2019, 12:57

Kalgani hat geschrieben:
06. November 2019, 10:40
Wie bekommt man das hin 5E ohne Nachschlagen zu spielen?
Also ich habe PHB und DMG einmal gelesen und habe - zugegeben - ein ziemlich gutes Gedächtnis. Im Zweifelsfalle rede ich lieber eine Minute mit meinen Spielern und entscheide spontan, und schaue eher später nach. Im Zweifel geht es dann immer für die coole Aktion.
Kalgani hat geschrieben:
06. November 2019, 10:40
Findet ihr die Monster _nicht_ langweilig?
Ein wenig ja, aber man kann viel beim 'Encounter Building' spielen und die Umgebung in der Vorbereitung interessanter machen, Zeitdruck einbauen und das Drama des Kampfes besser beschreiben. Wenn ich überkomplexe Monster habe (bin ja Anfänger als SL), dann ist das oft zu viel für mich. Außerdem kennen meine Spieler noch keines der Monster, haben noch nie ein P&P game gespielt, und so ist erstmal jede Monster-Ability ziemlich überraschend. (z.B. Hatten sie bisher noch nie eine 'Legendary Action' gesehen. Ich freue mich tierisch auf deren Gesichter, wenn ich die das erste mal auspacke!
Disclaimer: Ich habe jetzt so meine 40-50 sessions DnD gespielt und habe langsam das "customizing" der Monster angefangen, weil ich schon mehr gesehen habe. Wer weiß wie es nach meiner 100sten Session aussieht....
Kalgani hat geschrieben:
06. November 2019, 10:40
Für mich hört es sich auch so an als ob du mit viel "Handwedeln" spielst.
Das passt zumindest zur 5E...
Ja genau das tue ich tatsächlich. Ich habe einen ziemlich ausgeprägten Gerechtigkeitssinn und lasse mich auch gerne mal überzeugen, wenn meine Spieler sagen, dass die zusätzliche schwierigkeit unverhältnismäßig ist. Der clou ist nur, diese Nebengespräche kurz zu halten und dem Spieler lieber einmal mehr recht zu geben.
Kalgani hat geschrieben:
06. November 2019, 10:40
Könntest Du eventuell noch genauer erklären wie Feats bei dir die Spannung "killen"?
Also ich mag feats nicht, und selbst wenn mein DM mit feats spielt, mache ich immer nur 'ability score increase'.
Ich finde es macht gerade Spieler eines niedrigen Levels sehr mächtig (Wachsam, Polearm Master, Lucky, Keen Mind).

Um klarer auf Deine Frage zu antworten: Viele Feats geben Vorteil, re-roll, etc. und das nimmt für die Spieler das Risiko aus dem Spiel. Das Risiko zu sterben, das Risiko dass die Lüge vom König durchschaut wird (Actor, advantage in deception, Charisma +1).
In meinem Spiel soll es diesen Moment "Ich weiss nicht ob das Funktioniert, aber ich versuche es mal" geben. Und wenn das etwas passiert, dass nicht gewollt war, müssen alle Improvisieren und erst dann ensteht Spannung.

Beispiel: Die Lüge vor dem König klappt nicht, sie müssen sich durch die 2 Wachen im Thronsaal kämpfen um nicht festgenommen zu werden, und auf einmal entsteht eine wilde Jagd durch ein schloss, was sie selber nur einmal durchlaufen haben (kein "Keen Mind") und sie müssen gucken was hinter jeder Ecke ist. Fenster zum Innenhof? hilft uns nicht! Nächster Raum? Auch nur zum Innenhof? OK, wir haben keine Wahl, aus dem Fenster klettern, auf das Dach die Wand hoch, Athletics Check (ohne "Athlet"-Feat ordenlich langsam)

... du siehst was ich meine... ich bekomme viel weniger solcher Situationen, wenn jeder meiner Spieler 2 Feats hat!
Ohne die Möglichkeit des "Handwedelns" sind solche Situationen langsam, ich muss 5 Berechnungen anstellen, in Tabellen nachschlagen und dann argumentieren ob es Volle/halbe oder viertel deckung ist. Alles verliert Geschwindigkeit....
Kalgani hat geschrieben:
06. November 2019, 10:40
Vielen Dank für das Feedback.
Sehr gerne! Entschuldige die ganzen Anglizismen, aber ich habe die Bücher nur in Englisch.
Ich bin selber Super gespannt was du dazu antwortest, da Du ja wirklich Erfahren zu sein scheinst und mich Deine Perspektive sehr interessiert!

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Re: DnD 5E: Warum so viel Rundengesuche?

Ungelesener Beitrag von Kalgani » 06. November 2019, 14:23

- Regelnachschlagen:
Findest Du nicht das eigentlich alle Regeln ziemlich Wischi-Waschi geschrieben sind und man das immer wieder neu auslegen kann/muss?

- Encounterbuilding:
Gerade das wird von den Monster außer mit dem "in-Lair" gar nicht unterstützt.
Da ist man gerade von der 4E doch deutlich besseres gewohnt gewesen.

- Handwedeln:
Funktioniert halt nur gut wenn die Gruppe dazu passt. (nicht 5E spezifisch)

- Feat:
Verstehe was Du meinst, aber 5E hat doch eh kaum Save or suck/die Effekte.
Kann deine spezielle Problemtik mit den Feat aber nicht nachvollziehen.

Auch das spaßige Situation dank Feats minimiert werden sehe ich nicht so.
Bei mir ist es eher so das ich mir die Feats anschaue um daraus kitzelige Situationen zu generieren.
Das sind halt zwei unterschiedlichen Ansätze, steht viel beim Spieler dabei kann ich als SL auf viel reagieren.

- andere Systeme:
welche anderen Systeme hattest Du dir eigentlich angeschaut?
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Re: DnD 5E: Warum so viel Rundengesuche?

Ungelesener Beitrag von Tudor the Traveller » 07. November 2019, 20:23

AggroJordan hat geschrieben:
05. November 2019, 23:28
Wenn ich Story based spielen will und nicht ständig nachschlagen will ist 5e einfach geil. Das einzige Problem ist, die Spieler müssen das mitmachen. Der SL hat erstmal das sagen.
Das scheint ja durchaus weit verbreitet. Allerdings verstehe ich den Hang vieler Spieler zu derart absolutistischen SLs nicht. Selbst bei intaktem Vertrauensverhältnis finde ich es als Spieler unbrfriedigend, ständig meine Handlungsgrenzen erst beim SL abchecken zu müssen, weil ich ja nicht wissen kann, welches Urteil er heute fällt.

Regeln sind eben nichts Schlechtes, sie sind kein Hindernis. Sie bringen Transparenz und Vorhersehbarkeit.
Aber Handwedelei ist auch hier im Forum weit verbreitet. Mich graust es ;)
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Re: DnD 5E: Warum so viel Rundengesuche?

Ungelesener Beitrag von Kalgani » 08. November 2019, 08:46

Stimmt, 5E _muss_ man immer handwedeln weil die Regeln so bescheiden genau geschrieben sind.
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Re: DnD 5E: Warum so viel Rundengesuche?

Ungelesener Beitrag von AggroJordan » 21. November 2019, 13:05

Tudor the Traveller hat geschrieben:
07. November 2019, 20:23
AggroJordan hat geschrieben:
05. November 2019, 23:28
Wenn ich Story based spielen will und nicht ständig nachschlagen will ist 5e einfach geil. Das einzige Problem ist, die Spieler müssen das mitmachen. Der SL hat erstmal das sagen.
Das scheint ja durchaus weit verbreitet. Allerdings verstehe ich den Hang vieler Spieler zu derart absolutistischen SLs nicht. Selbst bei intaktem Vertrauensverhältnis finde ich es als Spieler unbrfriedigend, ständig meine Handlungsgrenzen erst beim SL abchecken zu müssen, weil ich ja nicht wissen kann, welches Urteil er heute fällt.
Also ich fühle mich grade etwas kurz zitiert, und ehrlich gesagt auch etwas angegriffen :)
Ich habe danach die Einschränkung gemacht, dass das nur für den Moment gilt, und nicht die finale Entscheidung bleibt. Das ist mir auch wichtig. Man kann sehr gerne über alles reden, und ich habe (a) Spielern direkt in der Situation recht gegeben und (b) nach einer Situationsentscheidung im Nachgang die Regeln für die Zukunft geändert.

Einem absolutistischen DM stehe ich auch sehr kritisch gegenüber, aber im Moment, wenn es eine dramatische Szene oder einen hektischen Kampf gibt, würde ich immer den Spielfluss über eine Detailanalyse von Regelnwerk & Co stellen.
Tudor the Traveller hat geschrieben:
07. November 2019, 20:23
Regeln sind eben nichts Schlechtes, sie sind kein Hindernis. Sie bringen Transparenz und Vorhersehbarkeit.
Aber Handwedelei ist auch hier im Forum weit verbreitet. Mich graust es ;)
Dem ersten Satz stimme ich 100% zu, aber zu detaillierte Regeln (z.B. Pathfinder 1) sind gerade für Anfänger echt besch...eiden. Meine Gruppe hat 2 sehr investierte Spieler und 2 die eher als 'Mitspieler angefangen haben'. Die letzteren haben nach 10 Sessions immer noch Probleme mit Level up, Spell slot vs. Spell Level, und ähnlichem. Bei komplexeren Regelsystemen hätte ich diese beiden verloren. So habe sie krass Vorfreude auf die Sessions uns haben sogar das Rollenspielen für sich entdeckt. Daher ist 5e trotz des 'lästigen' Handwedelns' ein absoluter Win für mich!
Und mit ein bisschen Übung und gegenseitigen Verständnis habe ich mit "Handwedeln" noch nie Probleme gehabt.

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